Pipeline-Community feiert neuen Rekord bei der 21. Pipeline Technology Conference in Berlin

Die 21. Pipeline Technology Conference (ptc) ist vergangene Woche in Berlin zu Ende gegangen und hat ihre Position als „The Global Pipeline Event" eindrucksvoll bestätigt. Mit 1.132 Teilnehmenden aus 61 Ländern sowie Delegationen von rund 100 Pipeline-Betreibergesellschaften war die ptc 2026 die größte und internationalste Ausgabe in der 21-jährigen Geschichte der Veranstaltung.

Die ptc 2026 fand vom 27. bis 30. April im Estrel Congress Center statt und begann am 27. April mit einem Trainingstag, gefolgt von drei vollen Tagen Konferenz und Ausstellung. Das Programm wurde mit hochrangigen Eröffnungsvorträgen eingeleitet, gehalten von The Right Honourable Ekperikpe Ekpo, Minister of State for Petroleum Resources (Gas) aus Nigeria, Seiner Exzellenz Abdulla bin Ibrahim Al Hamar, Botschafter des Staates Katar in Deutschland, sowie Dr. Philipp Steinberg, Senior Advisor der Boston Consulting Group und ehemaliger Abteilungsleiter im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, der zum Thema „Pipelines, Power and Politics: Energy Security in a Fragmenting World" sprach.

Das technische Programm spiegelte die derzeit drängendsten Debatten der Branche wider und behandelte in zahlreichen Fachsessions Themen wie den Wasserstofftransport, die CO₂-Infrastruktur, Pipeline-Sicherheit und -Integrität, Inspektionstechnologien, Digitalisierung sowie die langfristige Rolle von Pipelines in sich wandelnden Energiesystemen. Die Eröffnungs-Podiumsdiskussion „Strengthening Pipeline Safety Through Experience" gab den Ton für die anschließenden technischen Diskussionen vor. Wie in den Vorjahren werden sämtliche Konferenzbeiträge im Open-Access-Format über die ptc Pipeline Open Knowledge Base zugänglich gemacht.

Am letzten Konferenztag kehrte der World Pipeline Outlook in deutlich erweitertem Format zurück und brachte führende Persönlichkeiten aus aller Welt zusammen, um einen Blick auf die Zukunft der Branche zu werfen. Zu den meistdiskutierten Beiträgen zählte ein Vortrag über den rasant wachsenden Energiebedarf von Rechenzentren in Europa, der die Rolle der Gasinfrastruktur bei der Versorgungssicherheit für eine der am schnellsten wachsenden Stromlasten des kommenden Jahrzehnts beleuchtete. In derselben Session standen außerdem ein strategischer Ausblick auf die Transalpine Pipeline (TAL) und ihre wachsende Bedeutung für die Rohölversorgung Tschechiens in einem sich wandelnden geopolitischen Umfeld auf dem Programm sowie eine Würdigung von fünfzig Jahren Trans-Alaska Pipeline System (TAPS), einer der ikonischsten Pipeline-Leistungen der Branchengeschichte.

Darüber hinaus führte die ptc 2026 neue Netzwerkformate ein, darunter erstmals eine Round-Table-Runde für Pipeline-Regulierungsbehörden, die parallel zu den etablierten Operator-Round-Tables, der dritten Ausgabe des Global Women in Pipeline Forum und den erweiterten Aktivitäten des ptc Young Pipeliners Engagement Committee stattfand. Ein besonderes Highlight des Eröffnungstages war die Verleihung der Young Pipeliners International Awards 2026: Kate Stratogianni wurde mit dem YPI Early Achievement Award ausgezeichnet, Subashish Kundu Sunny erhielt den YPI Emerging Young Pipeline Professional Award.

Der Blick richtet sich nun nach vorn: Die Pipeline-Community trifft sich wieder zur 2. Pipeline Technology Conference Asia (ptc Asia) vom 24. bis 26. November 2026 im Kuala Lumpur Convention Centre in Malaysia. Die 22. Pipeline Technology Conference kehrt vom 26-29 April 2027 nach Berlin zurück und wird ihre Rolle als globaler Treffpunkt für Pipeline-Fachleute weiter ausbauen.

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Dennis Fandrich
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